Funktionieren oder glücklich sein Teil II

Wie ich plötzlich Unterstützung aus völlig unerwarteter Ecke bekommmen habe

von Anke Braun (Kommentare: 0)

Funktionieren statt glücklich sein Teil II

 

Funktionieren oder glücklich sein Teil II

Wie ich plötzlich Unterstützung bei meinem ersten Videodreh bekommen habe

Wer kennt das nicht? Wir haben dies noch zu erledigen, dann das, dann kommt noch ein Anruf oder ein Dienst, der noch zu erledigen ist und schon ist der Tag wieder rum, ohne dass wir Zeit für uns selbst gehabt hätten. Kein Moment des Durchatmens, keine Zeit für einen Spaziergang oder ein bisschen Sport. Und das Tag für Tag. Ich nenne das ‚Im Funktionieren-Modus Sein‘. In diesem Modus ist man ziemlich weit weg davon, sich und seine wahren Bedürfnisse zu spüren. Lieber wegdrücken. Weil alles andere ja wichtiger ist. Aber stimmt das wirklich? Und bist du wirklich so unwichtig, dass du immer hintenanstehen musst?

Woher kommt das eigentlich? Meistens ist das Unterdrücken der eigenen Bedürfnisse in frühester Kindheit entstanden. Wir haben als Neugeborene und bis wir anfangen zu reden ja schon Bedürfnisse: das Bedürfnis nach Wärme, Windeln wechseln, Hunger, Durst, Schlaf usw. Nur fehlt uns die Sprache der Erwachsenen, damit es bei ihnen auch unmissverständlich ankommt. Bzw. den Erwachsenen fehlt, ja was eigentlich? – das Gespür, was wir brauchen? Die Babysprache?

Wir als Babys hatten jedenfalls das Gefühl, wir würden uns doch ganz klar ausdrücken: in Form von Ärmchen ausstrecken, die Mundwinkel verzerren, Quäken und wenn das nicht verstanden wurde  weinen oder schreien. Die Kommunikation mit den Eltern war aber oft ein Glücksspiel. Was nutzte es, wenn wir anstatt auf den Arm genommen zu werden, etwas in den Mund gestopft bekamen? Oder die Windel gewechselt bekamen anstatt etwas zu Trinken zu erhalten? Und was haben wir daraus gelernt? Z.B. dass es besser ist, die eigenen Bedürfnisse zu unterdrücken, als dauernd missverstanden zu werden. Oder lieber nicht mehr nach Kontakt zu fragen, weil wir den eh nicht in der Form bekommen, wie wir ihn wünschten. Oder lieber nicht mehr zu fühlen, weil wir meinen, wir seien falsch…

Bei Menschen, die das Funktionieren sehr gut beherrschen, besteht mit der Zeit die Gefahr eines burn outs. Weil sie ihre eigentlichen Bedürfnisse nicht mehr wahrnehmen können oder sie zwar dunkel wahrnehmen, aber nicht für wichtig genug erachten. Alles andere bzw. alle anderen sind ja viel wichtiger als ich und meine Bedürfnisse.

Die gute Nachricht ist: es geht ganz leicht, die eigenen Bedürfnisse und Gefühle wieder wahrzunehmen und zu äußern! Was es dazu braucht ist, dass du dich wieder an die erste Stelle setzt. Wie das genau geht habe ich in einem anderen Blogartikel geschrieben (s.hier…)

Im Spüren kannst du erkunden, worum es bei dem Funktionieren-Modus geht. Frage dich:

Was erreichst du mit dem Funktionieren? Bzw. was willst du mit dem Funktionieren erreichen? Ist es ein Gefühl der Sicherheit, der Anerkennung?

Was wäre, wenn du deine wahren Bedürfnisse spüren könntest?

Welche Ängste stecken darin?

Wenn du dir z.B. einfach Ruhe erlauben würdest, was wäre dann?

Was wäre, wenn du dir Unterstützung erlauben würdest?

Wie würde dein Umfeld reagieren?

Welche Glaubenssätze (mehr über Glaubenssätze findest du hier in diesem Blogartikel…) hast du in Bezug auf das Funktionieren?

  • Nur, wenn ich funktioniere, ist meine Familie sicher
  • Ich bin nur wertvoll, wenn ich etwas leiste
  • Wenn ich mich ausruhe, bricht alles zusammen
  • Ich muss immer alles alleine machen
  • Wenn ich an mich denke, bin ich egoistisch
  • Wer ruht, ist ein Faulpelz

Egal, was dahintersteckt: spüre hin, finde es heraus und ändere die Glaubenssätze in solche, die dir gefallen. Mit denen du das Leben leben kannst, das du wirklich leben willst. Das dich glücklich macht.

Ich hatte z.B. den Glaubenssatz: ich muss immer alles alleine machen. Und prompt habe ich mir immer wieder Situationen geschaffen, in denen ich tatsächlich alleine da stand. Als ich den Glaubenssatz verändert habe und mir Unterstützung erlauben konnte, kam plötzlich aus heiterem Himmel eine Frau auf mich zu, die mit mir ein Interview machen wollte. Ich habe mich schon länger mit dem Gedanken getragen, ein Video zu machen, hatte aber keine Lust, es alleine zu machen. Und zwei Tage nach der Änderung des Glaubenssatzes hatte ich plötzlich diese Frau an der Strippe. Und war mit dem Thema nicht mehr alleine. Nie hätte ich das selbst so planen können, wie ich es jetzt erfahren habe. Ich habe bis zu dem Anruf ja noch keine Ahnung von dieser Frau gehabt. Das ist das Magische an der Veränderung hin zu dem Leben, das wir eigentlich gerne führen möchten: es kommt noch viel besser, als wir uns das überhaupt vorstellen können. Von daher liebe ich diese Arbeit!!!

Willst Du auch Magie in Deinem Leben? Endlich das Leben führen, das Du Dir wünschst? Dann schreib mir info@anke-braun.de oder rufe mich an! Tel: 0761/1518249

 

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