Meine Geschichte: Knackpunkte sind Wendepunkte

von Anke Braun (Kommentare: 0)

Meine Geschichte: Knackpunkte sind Wendepunkte

 

1995 hatte ich einen Autounfall, der mein ganzes Leben verändert hat. Ich bin von einer Fremdsteuerung (was meinen meine Eltern, was gut für mich ist) hin zu der Frage gekommen: was will ICH eigentlich mit meinem Leben anfangen? Was macht mir Spaß und wo sehe ich mich in ein paar Jahren glücklich und zufrieden stehen? Es war schnell klar, dass ich mit Menschen arbeiten möchte und dass ich dafür noch eine Ausbildung brauche. So habe ich Diplom-Pädagogik studiert. Ich habe alles aufgesogen, was irgendwie mit Selbst- und Menschenkenntnis zu tun hatte. In der Schule hatte ich mich noch vor jedem Referat gedrückt, weil ich nicht alleine vor der ganzen Klasse stehen wollte; im Studium habe ich angefangen, regelmäßig vor Gruppen zu stehen. Von einem total schüchternen, introvertierten Mädchen begann die Entwicklung hin zu einem Menschen, der immer mehr zu sich stehen konnte. Immer mehr habe ich mich von alten Glaubenssätzen und familiär geprägtem Ballast befreit. Mein Körper hat mir dabei immer wieder geholfen. Denn er meldet sich zuverlässig, wenn etwas nicht stimmt: von der Erkältung, der Grippe über Schlafstörungen bis hin zu Rückenschmerzen. Alles kenne ich gut und führt mich immer wieder hin zu der Frage: was will mir mein Körper mitteilen?

Dass ich eher schüchtern und dazu auch noch hochsensibel bin, hat es mir in meiner Kindheit und Jugend nicht gerade leicht gemacht. Dennoch war für mich immer klar, dass ich mich selbständig machen muss. Und das als introvertierter Mensch? Wie soll das denn gehen? Ich habe lange gebraucht, um meine homepage zu realisieren. Immer wieder habe ich Gründe gefunden, warum ich sie noch nicht online stellen kann. Weil da doch immer noch etwas fehlte: seien es schöne Fotos, die passenden Texte, oder das stimmige layout. Dabei waren das alles nur Gründe, um mich dem Thema Sichtbarwerden nicht zu stellen. Ich hatte riesige Angst davor, mich mit meinem ganzen Sein und Wesen zu zeigen. Und dann ist es ja heutzutage üblich, gleich noch bei facebook aktiv zu sein und einen blog zu schreiben. Oje. Gleich die nächste Hürde. Ich und Schreiben? Mein Deutschlehrer hat mir immer nur schlechte Noten für meine Arbeiten gegeben, so dass ich den Glaubenssatz entwickelt habe, ich könne nicht schreiben. Nun formuliere ich meinen ersten Blogartikel für die Welt da draußen und habe Spaß dabei. Es fließt nur so aus mir heraus!

All dem und noch vielem mehr habe ich mich in den letzten 15 Jahren meiner Selbständigkeit gestellt. Und viele, viele Glaubenssätze (z.B. über das Schreiben) verändert. Ich habe gelernt, mehr und mehr meiner inneren Stimme zu vertrauen. Auf meinen Körper und seine Signale zu hören. Leichtigkeit und Spaß dabei zu haben (ja, das ist inzwischen gut möglich!!). Hindernisse und Hürden, die auftauchen, nicht mehr so weltuntergangsmäßig zu sehen, sondern als Chance, wieder etwas aus dem Weg zu räumen und in Frieden zu bringen. Ich habe mich mit meiner Hochsensibilität angefreundet und sehe sie als die Quelle meines Erfolges in den Coachings: weil ich mich einfach sehr gut in andere einfühlen kann.

So macht es Spaß, einen Rückblick zu halten und zu fragen: welcher Mensch war ich mal und wer bin ich heute? Ich mag Dich ermuntern, Dir auch diese Fragen zu stellen und zu schauen, was Dich zu dem Menschen gemacht hat, der Du heute bist. Schreibe mir doch einen Kommentar mit Deinen Erlebnissen. Ich freue mich!

Herzliche Grüße

Anke

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